22. November 2011

NaNo Tag 22

Heute mal ein bisschen früher, aber orgen schreibe ich Mathe und sollte ausgeschlafen sein. Ich hätte übrigens ein besseres Gefühl, wenn mir ncht jeder alle halbe Nase lang prophezeit hätte, dass man bei diesem Lehrer gerne mal ne Fünf oder ne Sechs kassiert.
Das hilft auch nicht, dass das klar ist!

Aber darüber kann ich mich morgen auslassen. Heute ist heute. Und heute ist es sehr gut gelaufen. Ich habe zwar viel zu viel prokrastiniert und kann deswegen die 5000 nicht vollmachen, aber es hat wenigstens Spaß gemacht und zum Schluss lief es auch ganz toll flüssig. Das krasse Gegenteil zu gestern. Ich glaube, Chris' Perspektive liegt mir einfach mehr. Hoffentlich ändert sich das noch, aus Dorians Sicht werde ich nämlich durchgängig schreiben, aus der anderen eben nicht.
Ja, so langsam nimmt die Geschichte Fahrt auf. Ich darf morgen mal wieder jemanden töten und hab tolle Anregungen gekriegt, wie cih das anstellen darf (Hihi...) und dann geht wirklich die Post ab. Wobei die erste Schlüsselszene seltsam geworden ist, die habe ich nämlich schon hinter mir und schreibe gerade übrigens völlig wirr. MAcht das was?
Auf jeden Fall hatte Luzi auch keine Lust darauf. Er sollte Chris eigentlich erklären, was er jetzt ist, aber er hatte mehr die Einstellung: Du bist ein Engel und den rest erklärt dir wer anders, hau ab und lass mich bloß in Ruhe.
Damit kann man unmöglich arbeiten, mein Lieber! Ich hoffe, das weißt du selbst, ansonsten gibt es großen, bösen Ärger von mir.

Es kann nciht sein, dass ich Lust auf das Buch habe, aber meine Charakter nicht. Chris stellt sich nciht an - auch wenn mir sein Gejammer etwas auf den Geist geht, der ist fast so schlimm wie Luka - und Dorian lässt sowieso alles mit sich machen. Wer aus der Reihe tanzt, ist die Luzi. Oder derdiedas Luzi, um korrekt zu sein.
War ja klar, dass sich der Teufel ncihts sagen lässt...

Insgesamt: 78419 Wörter
Heute geschrieben: 4295 Wörter

Und weil ich das schon die ganze Zeit mal machen wollte, eine Leseprobe. Ist zwar genau die, die auf der NaNo-Seite steht, aber das macht ja nichts. Oder?

Die Tür öffnete sich und dahinter lag Schwärze.
Wie lange wollten sie ihn noch auf die Folter spannen? Was sollte noch alles passieren, bis sie endlich da angekommen waren, wo sie hinwollten?
Oder wo der Engel hinwollte und Chris einfach mit sich mitnahm, weil er musste.
„Komm und beeil dich“, sagte er dann knapp und wartete nicht länger auf ihn. Es spielte mit dem Gedanken, jetzt einfach abzuhauen, aber das würde sinnlos sein.
Und wohin sollte er eigentlich gehen? Er war hier einfach aufgetaucht, nichts deutete darauf hin, dass es einen Ort gab, der ihn zuverlässig wieder nachhause brachte.
Magie, dachte er. Magie, nichts weiter.
Also ging er hinter ihm her und wäre fast über ihn gestolpert, als er sich plötzlich hinkniete und ihn ignorierte.
Was tat er da und warum? Warum kniete er einfach so nieder, vor irgendwem oder… irgendetwas?
Chris hatte das Gefühl, dass er es ihm gleichtun sollte, aber er schaffte es nicht, sich zu bewegen.
Die Tür fiel wieder zu und gleichzeitig entzündeten sich hunderte von Fackeln und Kerzen.
„Meister“, flüsterte der Engel leise, aber deutlich genug, damit jeder im Raum ihn hören konnte.
Denn sie waren nicht allein.
Vor ihnen stand ein Wesen, das Chris sich nicht einmal hätte vorstellen können, selbst wenn er es gewollt hätte. Auch ein Engel, aber dieses Mal einer, der die Bezeichnung auch verdiente… auf den ersten Blick.
Er hatte den Blick gesenkt und Chris sah seine Augen nicht, aber er wettete, dass sie genau so blutrot waren wie die des Anderen. Lange, hellblonde Strähnen fielen ihm ins Gesicht, reichten ihm fast bis zu Hüfte oder noch weiter.
Seine Flügel waren weiß, schneeweiß. Wie die eines wirklichen Engels…
Aber aus seiner Miene sprach der pure Wahnsinn. Wenn man genau hinsah, erkannte man, dass sich seine Lippen fast unmerklich bewegten, als würde er mit jemandem oder etwas reden… und dann sah er auf.
Es hätte Chris nicht gewundert, wenn er wegen dieses Anblicks in Ohnmacht gefallen wäre. Und er konnte auch nicht ausschließen, dass der Engel nur deswegen niedergenkniet war, um dieses Gesicht nicht sehen zu müssen.
Er ging einen Schritt rückwärst und es war ihm egal, ob das jemand merkte oder nicht.
„Dorian“, sagte er und es schien fast so, als würde seine Stimme selbst dem Engel Angst einjagen. „Ist dir jemand im Weg gewesen?“
Er nickte nur und schwieg eine Weile. Es herrschte Stille, Chris wusste nicht, was er sagen sollte, und die Beiden anderen offensichtlich auch nicht… oder es war geplant, das wusste er nicht.
„Steh auf“, sagte dieser Engel dann. Er konnte einfach nicht glauben, dass das der Teufel selbst sein sollte, er passte nicht einmal in diese Welt hinein!
Dorian, wenn das sein Name sein sollte, erhob sich langsam. Er konnte sein Gesicht nicht sehen, aber sein gesamter Körper wirkte angespannt und war es wahrscheinlich auch.
Bis in die Flügelspitzen.
„Ich denke, dass du gehen kannst“, sagte er dann. „Ich werde allein mit ihm fertig…“ Er lächelte, auf eine Art, die nur einen Schluss zuließ und Chris mehr Angst machte, als jeder Horror, der ihm jetzt noch passieren würde.
Dorian nickte. Dann wandte er sich um, warf Chris einen Blick zu, der wieder viele Deutungen zuließ – und verschwand dann spurlos im Schatten. Wo er hingegangen war, wusste wohl niemand außer er selbst.
„Du wirst mich ab jetzt Luzifer nennen“, sagte er langsam und ging auf ihn zu, um ihn herum und blieb dann genau vor ihm stehen.

Kommentare:

  1. In der achten Zeile kannst du noch ein Wort raushohlen, da hast du nachhause statt nach Hause geschrieben. Sonst recht gut, vor allem die Beschreibung. Dafür dass du dass nie machts muss ich sagen, hast du es wirklich geschafft, ein Bild zu erschaffen, das sich sehen lassen kann. Jedenfalls bei mir, was andere Sehen kann ich nicht beurteilen. Und Luzi ist... ... ... ... !
    "Ich denke, dass du gehen kannst"
    Hübsch arrogant, das passt wunderbar. Und Atmosphäre ist auch da. Vorallem ist das besser als dieses ewige durch-die-Gegend-gedenke, dass du in den ersten vier Büchern kultiviert hast. Viel besser. :) Viel Glück noch mit Luzi, derdiedas dürfte sich wohl noch ein bisschen sperren.

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  2. Ich habe ein Problem. Ich muss mich für diese ausgesprochen freundliche Kritik bedanken. Und dafür, dass du mich nicht gehauen hast und so.

    Tut mir leid! *heul*

    Und jetzt noch mal zum eigentlichen Kommentar: Ich schreibe ständig nachhause statt nach Hause, bis mir wer bestätigt, dass ich wirklich zwei Wörter raushauen darf. Ansonsten hätte ich schon nen Hunderter mehr auf dem Konto und das wollen wir ja nicht.
    Das Problem ist, dass ich diese Atmosphäre ja nicht mal absichtlich gemacht habe. Ich habe einfach frei weg geschrieben, die nächsten Passagen sind auch gewohnt nachdenklich und viel beschreiben tue ich da wiederum nicht. Andererseits kann ich mich da morgen nochmal dransetzen und da was rausholen, das stimmt. Hauptsache ich schreibe, wie und wo ich das anpacke, ist ja egal.

    (Und bete zum Himmel, dass du das "Erste vier Bücher" nicht so gemeint hast, dass Albtraum schlecht ist. ò.ó)

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  3. @Siliel
    Ich meinte die ersten vier Bücher. Also Sehjha_u 1-3 und Drachenkind. Albstaum ist da so'n zwischending. Viel besser, als die Vorgänger. Bei Sehjha_u hast du ja wirklich mehrere Seite, wo die nur denken, und nichts passiert, ja sie nicht einmal mit einaneder reden. Und diese Stelle ist was das angeht wirklich, hmm, perfekt. Es passiert nur was, du hast halt diese unglaubliche Stimmung drin und es wird kaum gedacht. Das dass mit dem denken immer wieder kommt ist nicht schlimm, solange es in Maßen passiert.

    Und zum KommentarIntro. Schon verziehen. ^^

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