7. August 2012

Wacken 2012 - Headlinerzeit! [02.08. - Donnerstag]

Die Wacken-Chronik:
Prolog (31.07 - Dienstag)
01.08 - Mittwoch (Konzertberichte)
02.08. - Donnerstag (Konzertberichte)
03.08 - Freitag (Konzertberichte)
04.08 - Samstag (Konzertberichte)
 
Für alle Fragen, die während des Lesens auftauchen, dürfte euch das hier ziemlich weiterhelfen. Dummerweise gibt es keine Übersichten über die Campinggrounds und das Gelände mehr, deswegen muss das zur Orientierung reichen.

Das Programm in Kurzfassung:
U.D.O
Saxon
Volbeat

Unser kulturell anspruchsvolles Programm beginnt um exakt 19 Uhr auf der True Metal Stage. Dort wollen U.D.O um Ex-Accept-Sänger und Brüllwürfel Udo Dirkschneider die Massen begeistern.  Zu diesem Zweck haben sie auch gleich noch ein paar Special Guests mitgenommen, was sich als gut und schlecht erweist.
Gut: Mr. Lordi. Mr. Lordi ist cool und hat Stil. Liegt allerdings zu einem nicht unerheblichen Teil an seinen 30cm-Plateauschuhen, mit denen er gute zwei Meter groß ist, und sich bücken muss, um ans Mikro zu kommen. Trotzdem.
Schlecht: Doro Pesch. Doror, Doro, Doro. Sie klebt mittlerweile so am Festival, dass man sie wohl operativ davon entfernen müsste. Es scheint ein innerer Zwang für sie zu sein, jedes, aber wirklich jedes Jahr in Wacken aufzulaufen - es ist eher eine Überraschung, wenn die Frau einfach mal wegbleibt. Und sie passt nicht zu U.D.O! Warum? Deshalb:
Herr Dirkschneider: >.<
Doro: ^____________^
Ansonsten... Konzert. Fand ich jetzt eher durchschnittlich, aber schlecht kann man das auch nicht nennen. Vor allem in den hinteren Reihen kommt aber erst beim Accept-Klassiker 'Balls To The Wall' Stimmung auf - zu dumm, dass das der letzte Song ist.

"Saxon sind geil!", brüllt mir ein Kerl ins Ohr, als wir ziemlich weiter vorne Position beziehen, um uns exakt diese Band anzusehen. Ich beschließe ihm zu glauben und werde nicht enttäuscht. Saxon sind schon das siebte (!) Mal in Wacken und man müsste meinen, dass sie in der Zeit schon alles gesehen haben dürften, aber nach eigener Aussage ist die Stimmung heute Abend die beste bisher. Entsprechend motiviert, aber mit einer gehörigen Portion Routine drin - man merkt, dass Wacken nicht mehr unbedingt was Besonderes für die Jungs ist, geht man ans Werk und schlägt U.D.O in Sachen alles um Längen. Der Spaß an der Sache macht den Unterschied.

Nach Saxon gehen Volbeat an den Start, mit leichter Verspätung und gefühlten 300 unnötigen Intros. Danach hauen die Dänen aber selber rein und kriegen dafür eine verflucht gute Stimmung zurück. Da wird gesungen, getanzt, gefeiert und crowdgesurft (dieses Mal hab ich keinen abgekriegt), hauptsache Spaß. Mehr davon, bitte! Sänger Michael Poulsen bedankt sich deswegen gleich mehrmals - für die gute Stimmung, für den Support der Fans, für den Platin-Status in Deutschland - und bei den prominenten Gastmusikern - unter anderem die Mercyful Fate-Gitarristen Hank Shermann und Michael Denner und Napalm Death-Sänger Mark Greenway -, wobei das so viele sind, dass man sich fragt, ob sich Volbeat alleine nicht vor so viele Leute trauen. Na ja, dank dem Sound klangen die Songs alle relativ gleich, insgesamt war das aber ein headlinerwürdiges Konzert. Mit Party. Ich mag Volbeat eigentlich nicht, aber so hätte ich sie mir noch stundenlang anhören können.

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