2. Dezember 2012

NaNoWriMo 2012 - Das Fazit

Keine Blogposts für die letzten beiden Tage, mich hats mal wieder erwischt - nicht ganz so heftig wie letztes Jahr, aber es hat mich doch schon außer Gefecht gesetzt.

Also: NaNo. Wie war es dieses Jahr, was hat es mir gebracht, warum mache ich den Kram eigentlich noch, was ist so toll dran, dass ich ihn nächstes Jahr wieder mitmachen will?

Machen wir mal ganz der Reihe nach. Also:

Wie war es dieses Jahr?

Deutlich anstrengender als letztes Jahr, das kann ich auf jeden Fall sagen. Letztes Jahr habe ich pro Tag um die 4k geschrieben, wenn überhaupt, dieses Jahr mussten es 5k sein und das hat ordentlich reingehauen. Ihr habt es mitbekommen, ich wäre während der Englischklausur am 9. November fast eingeschlafen und das Schicksal ereilte mich wirklich jeden Freitag. Abends war ich am Ende schon um neun so fertig, dass ich ins Bett gemusst hätte, dummerweise fehlten mir dann meistens so um die 2000 Wörter.
Dann kam noch dazu, dass ich mehr als die letzten Jahre mit psychischen Problemen zu kämpfen hatte, zum Schluss immer mehr. Daran habe ich dann auch ganz deutlich gemerkt, dass ich ganz langsam mal wieder Ruhe bräuchte, einfach weil ich angreifbar gewesen bin bis zum geht nicht mehr, und für gar nichts mehr Kraft gehabt habe. Letztendlich ist das aber kaum mehr ins Gewicht gefallen.
Ein markanter Unterschied war außerdem noch, dass ich mich viel mehr in den englischen Foren herumgetrieben habe. Insbesondere im Overachievers Thread, wo ich mich dann letztendlich auch wohler gefühlt habe, als im deutschen Forum - wo für mich (!) die Stimmung ziemlich gekippt ist, nachdem manche Leute irgendwie gemeint haben sich über meinen hohen Wordcount aufzuregen, weil das nicht mehr der Sinn der NaNos wäre. Zumindest klang das - ich wiederhole - für mich (!) so. Das hat es dann für mich kaputtgemacht und ich habe mich ziemlich aus dem Forum herausgehalten.
Trotzdem danke für die NaNo-Mails am Ende. Das macht es zumindest ein bisschen wieder wett.

Der größte Unterschied zu den bisherigen NaNos war aber ganz klar, dass ich schon vorher angefangen habe zu schreiben. Soll heißen: Ich kannte meine Charaktere schon, ich hatte keine Probleme mich in die Story einzufinden und meine lausigen Anfänge habe ich mir dieses Mal damit auch gespart, denn ich habe mittendrin angefangen. Das hat die Sache sehr entspannt gemacht, auch weil ich noch vom letzten Jahr wusste, auf was ich mich einlasse. Unter anderem eben auch auf die Tatsache, dass ich mit den Engeln keine Wordwars mache. Prinzipiell nicht. Es funktioniert einfach nicht, ich habe das im Gefühl gehabt.
Deswegen war ich sehr skeptisch, ob das funktionieren kann. 5000 Wörter am Tag ohne Wordwars? Am Ende doch machbar, weil selbst Luzi am Ende nicht gezickt hat, sondern brav seinen Part gespielt hat, bis ganz zum Schluss.

Insgesamt also: sehr, sehr anstrengend, nicht ganz so erholsam wie sonst, aber letztendlich kommt am Ende was Positives raus. Nur was Positives. 

Was hat es mir dieses Jahr gebracht?

Nun, zuallererst ein fertiges Buch. Einmal Engel zum Mitnehmen, knapp über 150k lang, 670 Seiten. Keine schlechte Leistung. Außerdem sind die Deleted Scenes angefangen und ich habe wohl die Chance, dass der Kram nächstes Jahr auch fertig wird. Ich rechne damit, dass nochmal mindestens 150k in das Projekt reinmüssen und ich will mir nicht ausmalen, wie lange das insgesamt gedauert hätte, wenn ich mir für diesen NaNo was anderes ausgesucht hätte als Projekt.
Dann hat mir der NaNo aufgezeigt, wie weit ich Wordcounttechnisch gehen kann. Ich weiß: Ich kann 5000 Wörter pro Tag schreiben. Ich kann auch an Schultagen fast doppelt so viel schreiben, wenn ich will. Und der Stil ist dabei nicht einmal allzu grottig.
Ich weiß auch, dass ich das durchaus noch steigern kann. Ich bin mir mittlerweile sicher, dass ich auch 200k schreiben kann, wenn ich einfach nur ein bisschen Disziplin an den Tag lege.
Aber - ganz großes Aber - ich will das gar nicht. Die Engel sind bisher das längst Buch, was ich geschrieben habe und das hat mich sehr viel Zeit und sehr viel Nerven gekostet. Ich kann mir vorstellen, noch eine längere Geschichte zu schreiben, aber dafür brauche ich erst einmal eine Idee, aus der ich so viel rausholen kann. Irgendwann mache ich das mal. Aber erstmal trete ich wieder kürzer, wenn das bei mir funktioniert...
Ansonsten habe ich noch diverse Erkenntnisse gewonnen, was mich persönlich betrifft, aber das gehört nicht hierher.

Warum mache ich den Kram eigentlich noch?

Tradition. Gruppenzwang. Einzige Möglichkeit, so viel in so kurzer Zeit zu schreiben. Und so weiter. Man kennt das. Ihr kennt mich.
Das Übliche. Ansonsten lest ein bisschen im Blog rum, dann findet ihr schon eine Antwort.
(war das jetzt Werbung?)

Warum will ich nächstes Jahr wieder mitmachen?

Weil ich immer noch nicht gelernt habe, dass das Wahnsinn ist. Und weil mir immer noch keine Entschuldigung eingefallen ist, es nicht zu tun. Ich habe jetzt vier Jahre in Folge nichts Negatives zu berichten gehabt, warum sollte ich aussetzen?

Allgemein heißt das also:
Ich habe gelernt, was ich leisten kann.
Ich habe gelernt, wie gut sich detailliertes Plotten bei mir auszeichnet.
Ich habe gelernt, dass Leute auf Twitter toll sind.
Ich habe gelernt, dass Schlaf für Weicheier ist.

So. Das wäre es hierzu. Jetzt kommt, allgemein beliebt, meine Danksagung!
Ich werde alle bei ihren Namen aus dem NaNo-Forum nennen, damit man sie dort wiederfindet. Die Reihenfolge ist weder alphabetisch noch sonst in irgendeiner Reihenfolge bedeutsam, macht euch also keinen Kopf.
Angabe von Gründen spare ich mir auch - das wird sonst zu lang. Meh.

Soveig I.
Arthurion
Wolke92
Jean Stiletto
Annika_K
Conja
Haselnuth
Micha
Anja Esser
KiyuaRizumu
Nimriel
Penee
Lukarius Datzar
Kim Carlen Fee
Jennifer Jäger
Nienna8
All-I-need
Diana Doerr
ls1311
Access
vulture

Danke, meine Lieben! Fühlt euch gedrückt und mit Keksen beworfen - alle anderen, die hier unerwähnt blieben, dürfen sich aber auch gerne geknuddelt fühlen.
Das war der NaNo also für dieses Jahr. 2013 geht es weiter. Und der Rest ergibt sich. 
Bis dann!

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