31. Oktober 2012

Vier granshcidvnverdammte Stunden

Mir ist äußerst langweilig. Ich meine, mein Plot ist seit August fertig, ich habe mein letztes Kapitel abgetippt, ein Dokument erstellt, das nur darauf wartet, dass ich anfange, ich habe Chips und möchte sie essen, ich habe eine Playlist und möchte sie hören und ich habe Lust, diese Engelviecher zu schreiben, manno!
Es wird echt mal Zeit. Bald werden sie schon ein Jahr alt... Ich wünsche mir wirklich, dass ich zumindest das eigentliche Buch fertigbekomme, dass ich wenigstens das von der Seele habe. Es kommt mir ja auch immer so vor, als würde ich meine Charakter ewig lange warten lassen, als würde ich sie zappeln und absichtlich keinen Frieden finden lassen. Ich erzähle meistens keine Geschichten, in denen das passiert. Irgendwie traurig. So lange sie mit mir zusammen sind, haben sie keine Ruhe und leiden durch die Gegend...

Um Himmels Willen. Ich sollte aufhören zu philosophieren.

Jetzt mal ernsthaft: Ich habe mich sehr gut vorbereitet. Ich habe recherchiert, um die Rollen meiner Engel möglichst "realistisch" zu gestalten, um deren Namen vernünftig rauszusuchen, ich habe über alles dreimal nachgedacht, meine Story funktioniert, sie ist glaubwürdig. Ich habe mir Gebete auf Latein herausgesucht, um sie an entsprechenden Stellen abzutippen, ich habe wasweißich nicht alles getan...
Aber ich habe ganz ehrlich ein wenig Angst. Vor meinem Ziel. Vor den 120k.
Es ist anders dieses Jahr. Die letzten Jahre habe ich mir immer vorgenommen, nur 50k zu schreiben, langsam zu machen und ich bin jedes Mal übers Ziel hinausgeschossen. Dieses Mal kann ich das wohl gar nicht. Dieses Mal wird es wieder ein Punktlandung, aber...
Ich bin mir eben nicht sicher, ob ich mit den Engeln so schnell sein kann. Ich mache ungern Wordwars mit ihnen, das funktioniert einfach nicht (Oder ich bin einfach von letztem Jahr geschädigt, wo ich die 12k an einem Tag geschrieben habe und mir mit Write Or Die tatsächlich diese gesamte Stelle versaut habe), ich muss einfach langsamer machen... Vereinbart sich nicht unbedingt mit 4000 Wörtern am Tag.
Einen Rückzieher machen will ich aber auch nicht. Damit könnte ich auch nicht leben, davon abgesehen, dass ich es trotzdem versuchen würde.

Also machen wir es anders. Mein Ziel sieht etwas anders aus.

Ich bin mit allem über 100k zufrieden. 
(Erinnert mich beizeiten bitte dran)

Ach ja, und wen's interessiert - das ist das Vaterunser auf Latein:
Pater noster, qui es in caelis:
sanctificetur nomen tuum.
Adveniat regnum tuum.
Fiat voluntas tua,
sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum supersubstantialem (cotidianum) da nobis hodie.
Et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris.
Et ne nos inducas in tentationem,
sed libera nos a malo.
Amen.

29. Oktober 2012

Pre-NaNo

Mein Gott nochmal, es ist halb neun Abends, ich habe gerade Satan gemalt und mir ist langweilig! Kann nicht einfach jetzt schon NaNo sein? Dann hätte ich wenigstens was zu tun...
Tatsache ist wirklich, dass ich schon seit gut einer Woche chronisch unterbeschäftigt bin und deshalb nur noch meine Charakter male und eigentlich nichts vernünftiges mehr mache. Ich bin hibbelig. Und je näher der November rückt, desto unerträglicher werde ich wahrscheinlich auch.

Seit de Herbstferien habe ich ja auch fertig geplottet. Alle Szenen zu den Engeln, wirklich alle, die mir im Kopf rumschweben, unabhängig davon, ob sie ins Buch passen oder nicht. Was 144 Karteikarten an meinem Schrank entspricht. Hundertvierundvierzig. Rechnet das mal hoch, wie viele Wörter das gibt. Ich bin echt erschlagen. Je nachdem wie es funktioniert wird das Gesamtwerk irgendwo zwischen 250k und 350k landen.
Je länger ich drüber nachdenke, desto mehr Angst kriege ich vor diesem Monster. Na ja. Kann ich später wenigstens stolz drauf sein.

Moar. Ich wiederhole mich wirklich ungern. Aber kann nicht einfach heute schon NaNo sein? Oder wenigstens morgen? Und nicht erst Donnerstag? Manno!
Könnte mir die Zeit ja wenigstens damit vertreiben, und bloggen üben. So täglich. Damit ich nicht ganz vergesse, wie das funktioniert. Blah.

3. Oktober 2012

Oh My Gawd! It's October!

Eigentlich müsste man das jetzt einen Monat in die Vergangenheit versetzen, denn gerade weil ab Oktober NaNo-Stimmung aufkommt, ergeht der September echt schnell.

Ich hab euch ziemlich lang sitzen lassen und mein Wacken-Log ist irgendwie auch versumpft. Muss ich nochmal suchen.
Egal. Kommen wir zum eigentlich Thema der Runde:
Was zur Hölle ist in zwei Monaten alles passiert?!

Erstmal: Diesen NaNo werde ich cheaten. Es heißt, man soll sein Buch nicht vo November anfangen, blahblahblubb - ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten. Jawohl, ich habe die Engel angefangen, im August noch, auf der Rückfahrt von Dänemark. Ich habe ab dem Zeitpunkt über acht Monate darauf gewartet anfangen zu dürfen... Es musste einfach raus. Und seitdem schreibe ich, hier mal ein bisschen, da mal ein bisschen, fast 50k sind es schon.
Wie lässt sich das mit meinem Ziel vereinbaren?
Gut, hoffe ich zumindest, ich sehe nicht ganz völlig unreale Chancen, dass die Engel hinterher auf 200k Gesamtlänge kommen - wie viel davon absichtliches in die Länge ziehen ist, weiß man noch nicht so genau. Aber es könnte zu schaffen sein. Dann muss ich mir für den Rest auch nichts mehr überlegen.

Ich werde den bereits geschriebenen Teil allerdings NICHT! mitzählen. Der bleibt außen vor, das meine ich nämlich nicht mit cheaten. Das ist einfach nur unfair.

Für den Notfall mach ich allerdings was, was ich immer sehr gerne mache, um loslassen zu können, um nicht ewig gedanklich noch bei den Geschichten zu hängen, irgendwann muss es ja auch mal weitergehen.
Ich schreibe einfach alle Szenen auf, die mir zu den Engeln in den kopf gekommen sind. Die sind zu einem sehr, sehr großen Teil nicht einmal ansatzweise storyrelevant, der Rest liefert nur zusätzliche Informationen, die ganz nett sind, aber der ganz wichtige Teil kommt natürlich im eigentlichen Buch vor.
Je länger ich mich mit einem Projekt beschäftige, desto mehr lerne ich die Charakter ennen, weiß um ihre Eigenheiten bescheid und eben auch, was sie im Laufe ihres Lebens alles erlebt haben. Was zwischen den Szenen abgeht. Manche Sachen hätte ich dann liebend gerne eingebaut, aber der Platz reichte nicht und teilweise nahmen sie auch einfach die Spannung vorweg.

Wenn man es so will, dann sind die Engel eigentlich nur Teil eines größeren Kontexts. Der wiederum aber als Buch keinen Sinn macht, weil er alles und zwar wirklich alles vorweg nimmt.
Ich weiß nicht, welche Ausmaße das nehmen will, aber... Für diesen NaNo reichts dicke. Und wahrscheinlich auch noch für den nächsten, aber da kommt dann ein neues Projekt dran... Und darüber will ich auch noch gar nicht reden, ist ja noch so viel Zeit bis dahin...

Es ist Oktober, Kinners! OKTOBER! Yeeehaaaa!

7. August 2012

Wacken 2012 - Das Unheil nimmt seinen Lauf [03.08 - Freitag]

Die Wacken-Chronik:
Prolog (31.07 - Dienstag)
01.08 - Mittwoch (Konzertberichte)
02.08. - Donnerstag (Konzertberichte)
03.08 - Freitag (Konzertberichte)
04.08 - Samstag (Konzertberichte)
 
Für alle Fragen, die während des Lesens auftauchen, dürfte euch das hier ziemlich weiterhelfen. Dummerweise gibt es keine Übersichten über die Campinggrounds und das Gelände mehr, deswegen muss das zur Orientierung reichen.

09:43
Now Playing: Nichts - What the hell is wrong with you?! (09:45: Ah. Biene Maja.)
Erinnert mich nicht daran, dass ich noch Konzertberichte schreiben muss, wo ich doch so wenig Zeit habe, heute. Sage und schreibe neun Bands stehen auf dem Plan, aber eigentlich wollen wir nicht alle sehen. Ansonsten hätten wir von halb zwei Nachmittags bis Viertel vor zwei Nachts keine Pause. 
Und genau deswegen werde ich mein Notizbuch heute verlassen und auf dem Handy [stellte sich später als mein zweiter Notizblock heraus] weiterbloggen, weil ich keine Ahnung habe, ob Stifte durch die Security kommen. Verzeih mir. Ich mein es nicht böse.
Erstmal frühstücken.
"Unser täglich Schokocreme gib uns heute..."
(G.)
Hab ich eigentlich erzählt, dass im Dorf Metal-Bibeln verteilt werden? Jetzt hab ich eine - warum auch immer [Und ich wurde prompt von Leuten ausgelacht... ^^°]. Jesus macht aus Wasser immer noch Wein und nicht Bier. Metal-Bibel. Ja klar.

11:40
Diskutieren darüber, was der Plural von Wasser ist - Wasser oder Wässer? Haben anscheinend keine Sorgen.

11:57
Ich: "Dosenravioli - einmal im Monat ja, vier Tage hintereinander nein."
J.: "Einmal im Leben vielleicht."
G. "Irgendwann geht die Welt unter und dann wird das Zeug ganz schön lecker, passt mal auf."

12:55
Block und Stift schaffen es also doch durch die Security, fragt sich nur, ob mir mein kleiner süßer Billigkuli nicht einen Strich durch die Rechnung macht. Im Moment benimmt er sich aber noch.

13:21
Now Playing: The Imperial March
Gleich spielen Oomph!, aber davon abgesehen bin ich noch nie auf so epische Art und Weise zu einem Konzert gegangen. Herrlich.
Außerdem kommt bei mir der Verdacht auf, dass es jedes Bechermotiv [Ja, in Wacken gibt es Becher mit Motiv. Und da sind dann auch 1 Euro Pfand egal.] maximal dreimal gibt. Ich will sie alle. das wird teuer.

16:15
Mein Block fürs Festivalgelände [Nur die letzten zwei Posts hat er überstanden] ist Pappmachée. Gottseidank hab ich den hier [den Hauptblock] nicht mitgenommen...
Was ist passiert?
Kamelot haben gerade mal eine Viertelstunde gespielt, da fängt es an zu regnen. Und zwar nicht nur ein bisschen. Binnen einer weiteren Viertelstunde bin ich komplett (und ich meine komplett) nassgeregnet und als es nach noch einer anfängt zu donnern, gehen wir vorsichtshalber lieber.
[Wie sich später herausstellt, sind da 20l/m² in einer halben Stunde runtergekommen]
Aber um Himmels Willen, so derartig nass bin ich bisher nur einmal geworden und da bin ich mit 'nem Kanu in die Ruhr gefallen.
Himmel, Arsch und Wolkenbruch. Jetzt hätten wir alles.

18:49
Petrus hat was gegen Heavy Metal. Die ganzen 3 Tage Arbeit die Wege zu trocknen zunichte gemacht in 30 Minuten. Und jetzt will das ernsthaft nochmal?! Es donnert gerade - und ich krieg die Krise. Ernsthaft. Ich hab mich noch nie so über schlechtes Wetter aufgeregt.
Angeblich soll es hiernach wieder trocken bleiben - stellt sich nur die Frage, ob und wann es denn bitte wieder trocken werden will.
Und während wir hier wahrscheinlich vergeblich auf Besserung warten, um das zu tun, weswegen wir hier sind (Konzerte gucken. Live), trauere ich um meinen kleinen Ersatzblock. Wir haben ihn zum Trocknen aufgehängt, aber ich glaube, er ist hin.

02:58
Now Playing: Hammerfall - Renegade
Nebel. Es ist verflucht nochmal nebelig. Zehn Meter klare Sicht, aber mehr ist ganz bestimmt nicht drin. Der Boden hat Farbe und Konsistenz von Schokopudding - das ist aber auch das einzige, was einen bei Laune hält, wenn man bei schlechter Sicht zum Zelt schlittert. Aye, schlittert. Durch Schokopudding. Und ich bin stolz auf mich, dass ich mich nicht einmal hingelegt habe, aber meine Schuhe sehen aus...
Es ist so nebelig! Es sieht so toll aus! Aber ich gehöre ins Bett. Echt.
Ich: "Was hupt denn da so?"
G.: "Geh hin und frag."
...
G.: "Ist bestimmt der Nebel, der kriecht ins Auto und löst die Alarmanlage aus."

Wacken 2012 - Headlinerzeit! [02.08. - Donnerstag]

Die Wacken-Chronik:
Prolog (31.07 - Dienstag)
01.08 - Mittwoch (Konzertberichte)
02.08. - Donnerstag (Konzertberichte)
03.08 - Freitag (Konzertberichte)
04.08 - Samstag (Konzertberichte)
 
Für alle Fragen, die während des Lesens auftauchen, dürfte euch das hier ziemlich weiterhelfen. Dummerweise gibt es keine Übersichten über die Campinggrounds und das Gelände mehr, deswegen muss das zur Orientierung reichen.

Das Programm in Kurzfassung:
U.D.O
Saxon
Volbeat

Unser kulturell anspruchsvolles Programm beginnt um exakt 19 Uhr auf der True Metal Stage. Dort wollen U.D.O um Ex-Accept-Sänger und Brüllwürfel Udo Dirkschneider die Massen begeistern.  Zu diesem Zweck haben sie auch gleich noch ein paar Special Guests mitgenommen, was sich als gut und schlecht erweist.
Gut: Mr. Lordi. Mr. Lordi ist cool und hat Stil. Liegt allerdings zu einem nicht unerheblichen Teil an seinen 30cm-Plateauschuhen, mit denen er gute zwei Meter groß ist, und sich bücken muss, um ans Mikro zu kommen. Trotzdem.
Schlecht: Doro Pesch. Doror, Doro, Doro. Sie klebt mittlerweile so am Festival, dass man sie wohl operativ davon entfernen müsste. Es scheint ein innerer Zwang für sie zu sein, jedes, aber wirklich jedes Jahr in Wacken aufzulaufen - es ist eher eine Überraschung, wenn die Frau einfach mal wegbleibt. Und sie passt nicht zu U.D.O! Warum? Deshalb:
Herr Dirkschneider: >.<
Doro: ^____________^
Ansonsten... Konzert. Fand ich jetzt eher durchschnittlich, aber schlecht kann man das auch nicht nennen. Vor allem in den hinteren Reihen kommt aber erst beim Accept-Klassiker 'Balls To The Wall' Stimmung auf - zu dumm, dass das der letzte Song ist.

"Saxon sind geil!", brüllt mir ein Kerl ins Ohr, als wir ziemlich weiter vorne Position beziehen, um uns exakt diese Band anzusehen. Ich beschließe ihm zu glauben und werde nicht enttäuscht. Saxon sind schon das siebte (!) Mal in Wacken und man müsste meinen, dass sie in der Zeit schon alles gesehen haben dürften, aber nach eigener Aussage ist die Stimmung heute Abend die beste bisher. Entsprechend motiviert, aber mit einer gehörigen Portion Routine drin - man merkt, dass Wacken nicht mehr unbedingt was Besonderes für die Jungs ist, geht man ans Werk und schlägt U.D.O in Sachen alles um Längen. Der Spaß an der Sache macht den Unterschied.

Nach Saxon gehen Volbeat an den Start, mit leichter Verspätung und gefühlten 300 unnötigen Intros. Danach hauen die Dänen aber selber rein und kriegen dafür eine verflucht gute Stimmung zurück. Da wird gesungen, getanzt, gefeiert und crowdgesurft (dieses Mal hab ich keinen abgekriegt), hauptsache Spaß. Mehr davon, bitte! Sänger Michael Poulsen bedankt sich deswegen gleich mehrmals - für die gute Stimmung, für den Support der Fans, für den Platin-Status in Deutschland - und bei den prominenten Gastmusikern - unter anderem die Mercyful Fate-Gitarristen Hank Shermann und Michael Denner und Napalm Death-Sänger Mark Greenway -, wobei das so viele sind, dass man sich fragt, ob sich Volbeat alleine nicht vor so viele Leute trauen. Na ja, dank dem Sound klangen die Songs alle relativ gleich, insgesamt war das aber ein headlinerwürdiges Konzert. Mit Party. Ich mag Volbeat eigentlich nicht, aber so hätte ich sie mir noch stundenlang anhören können.

Wacken 2012 - Luxusprobleme [02.08 - Donnerstag]

Die Wacken-Chronik:
Prolog (31.07 - Dienstag)
01.08 - Mittwoch (Konzertberichte)
02.08. - Donnerstag (Konzertberichte)03.08 - Freitag (Konzertberichte)
04.08 - Samstag (Konzertberichte)
 
Für alle Fragen, die während des Lesens auftauchen, dürfte euch das hier ziemlich weiterhelfen. Dummerweise gibt es keine Übersichten über die Campinggrounds und das Gelände mehr, deswegen muss das zur Orientierung reichen.

09:35
Now Playing: Volbeat - Heaven nor Hell
Guten Morgen, Wacken! Hätte ich doch fast vergessen, dass ich noch Berichte schreiben muss. Wann soll ich das denn machen?! D: Na ja. Irgendwie wird das schon gehen.
Übrigens ist es erstaunlich, dass mich mein schnarchender Vater die ganze Nacht wach hält, mich das Drumherum aber weder stört noch am Einschlafen hindert. Und das ist teilweise lauter.

11:00
Ich habe momentan einen eklatanten Verbrauch an Pflastern vorzuweisen. Zwei für jeden Fuß und die halten dann nicht mal lange... wahrscheinlich reichen sie nicht bis Sonntag [Doch. Und zwar dicke.]. Würde mich zumindest sehr wundern.
Das Wetter ist übrigens sehr unbeständig. Hat schon zweimal geregnet, jetzt scheint die Sonne, und das alles verspricht, mir Kopfschmerzen allererster Güte zu machen. Immerhin spüre ich dann auch nicht mehr, dass meine Füße wehtun. 

14:45
Now Playing: Rammstein - Ich Will
Rein theoretisch kann man noch an Tickets kommen - das ist so ziemlich das, was am ehesten behält, wenn man im Dorf war. Ansonsten gibt es an nur jeder erdenklichen Hausecke Getränkestände und so weiter. Schätze die Zahl der Fressbuden mittlerweile auf über 50. Ich wollte sie eigentlich zählen, aber daraus wird dann wohl eher nichts. In den Edeka sind wir nicht gegangen, da hätten wir etwas länger stehen müssen - und außerdem dürfte es momentan in so ziemlich jedem geschlossenen Raum richtig heiß sein.
Im Moment warten wir aufs Essen und diskutieren über möglichst sinnlose Dinge, während der insgesamt vierte Überschallflieger [Düsenjet. Auf Düsenjet komme ich natürlich nicht] übers Gelände saust.
"Ich kaufe mir hier kein Trinkhorn! Nur einen Halter, sonst nichts."
...
"Eine Hornschleiferei. Also wenn, dann müsste man ja da eins kaufen..."
...
"Das sieht cool aus, oder? Ich glaube, das nehm ich!"
(Mein Vater)

15:01
J: "Himmel, Arsch und Zwirn!"
G: "Wir haben Himmel, wir haben Ärsche, aber wo bekommen wir den Zwirn her?"
Ich: "Wär dir Himmel, Arsch und Wolkenbruch lieber?"
Einstimmig: "NEIN!"
G: "Himmel, Arsch und Freibier... das wär doch was."

17:05
Now Playing: Metallica - Seek And Destroy
Mein Kuli ist verschwunden. Mal wieder typisch, sobald ich was Funktionierendes in die Hände kriege, geht es entweder sofort kaputt oder verloren. Schreib ich eben mit Füller.
Im Moment warte ich also darauf, dass mein Kuli von alleine wiederkommt - und sich der Kerl vom Rock Hard mal meldet. Wir wollten uns eigentlich... Handy klingelt. SMS. Sieh mal einer an. [Sowohl Kuli als auch Kerl wurden auf dem Festival nicht mehr gesichtet. Von dem einen weiß man aber, wo er mittlerweile steckt (Und ich meine nicht den Kuli)]

17:17
Gerade meinen Block zerlegt. Ich sag's ja, ich sag's ja... Hoffentlich überlebt er bis Sonntag.

01:51
Es macht bumm und gibt Funken! Feuerwerk! Wacken ist schön. Konzertberichte werden nachgereicht, as always, aber wenn das Zeug online ist, dann... egal. [Ich wollte sagen: Wenn das Zeug erstmal online ist, dann kann euch egal sein, wann und wo die Berichte geschrieben wurden, weil das bis dahin fein säuberlich geordnet ist. Dankeschön.] Ich habe keine Ahnung, was ich sagen möchte.
Wir sind vor anderthalb Stunden wieder am Campingground. [Der Beweis, dass die nachfolgenden Sätze richtig sind...] Meine Füße tun immer noch weh.
Ich. Brauch. Schlaf. Und Zeug. Vor allem Zeug.

6. August 2012

Wacken 2012 - Die Konzerte zum Ersten [01.08 - Mittwoch]

Die Wacken-Chronik:
Prolog (31.07 - Dienstag)
01.08 - Mittwoch (Konzertberichte)
02.08. - Donnerstag (Konzertberichte)03.08 - Freitag (Konzertberichte)
04.08 - Samstag (Konzertberichte)

Für alle Fragen, die während des Lesens auftauchen, dürfte euch das hier ziemlich weiterhelfen. Dummerweise gibt es keine Übersichten über die Campinggrounds und das Gelände mehr, deswegen muss das zur Orientierung reichen.

Das Programm in Kurzfassung:
Wacken Firefighters
Saor Patrol
Vogelfrey
Santiano

Unser Abend beginnt mit den Wacken Firefighters der hiesigen Feuerwehrblaskapelle. Wer um den Kultstatus der Jungs und Mädels nicht Bescheid weiß, dem bietet sich ein über alle Maßen skurriles Bild (allen anderen aber auch). Da stehen gute zehntausend Metalheads vor der Bühne und feiern, als gäbe es kein Morgen - zu Highway To Hell, Smoke On The Water, Polka und Schlagern, wobei sie bei Letzteren erstaunlich textsicher sind. Normalerweise würde wohl jeder das Kotzen davon kriegen, aber hier wird gefeiert, als wären es die größten Hits der Welt. Dann das ist Wacken. Und Wacken ist anders.

Nach dem die Firefighters unter tosendem Applaus die Bühne verlassen haben, geht es für uns weiter zur Wackinger Stage. Eigentlich müssten wir eine Menge Zeit vertrödeln, aber auf der Bühne spielt gerade was außergewöhnlich Interessantes.

Die Rede ist von Saor Patrol, einem schottischen Quintett, bestehend aus einem Gitarristen, einem Dudelsackspieler und drei Trommlern. Drei? Ja, drei, verteilt auf acht Trommeln. Und was für einen Sound die aus ihren Instrumenten rausholen! Herrlich.
Findet das Publikum auch - und damit schaffen es Saor Patrol, die wohl kein Schwein kennen dürfte, im Laufe des Konzerts locker weiter über tausend Zuschauer zu begeistern und eine Partystimmung zu erzeugen, die ich im Leben noch nicht gesehen habe. Respekt!

Als nächstes stehen Vogelfrey auf dem Plan, die um einiges bekannter sein dürften, sodass auch gleich ein paar mehr Leute zusehen wollen. Man kann ihnen nicht vorwerfen, keine gute Show abzuliefern, denn sie legen durchaus Spielfreude an den Tag und Stimmung ist auch da - aber verglichen mit dem Studio ist der Sound durchaus verbesserungswürdig und bei Saor Patrol war definitiv mehr los. Schlecht war das Konzert nicht wirklich, aber gut auf keinen Fall.

Nach Vogelfrey kommen Santiano - fürs erste allerdings doch nicht, denn die Jungs lassen auf sich warten. Fünf gut gelaunte und vermutlich angetrunkene Kerle vor mir singen derweil vor sich hin, um sich die Wartezeit ein wenig zu verkürzen, und geben dabei unter anderem Julia und die Räuber von Subway To Sally, Eisgekühlter Bommerlunder, Warum bin ich so fröhlich?, Pokemon und Sailor Moon zum besten. Fünf erwachsene Männer singen das Opening von Sailor Moon. Schräg, schräger, Wacken.
Nach einer geschlagenen halben Stunde beschließen Santiano allerdings dann doch mal, sich auf die Bühne zu bewegen. Durch die lange Verzögerung habe ich eigentlich keine Lust mehr auf das Konzert, aber... verflucht, sind die gut! In punkto Party kann man ihnen nichts vorwerfen, sie können außerordentlich gut motivieren (auch wenn das nicht wirklich nötig ist), ganz viele singen mit, nicht unbedingt weniger feiern ausgelassen und nach dem fünften Crowdsurfer habe ich aufgehört zu zählen. Da fragt man sich doch wirklich, warum Santiano eigentlich Zweifel hatten, in Wacken anzukommen.
Einziger Nachteil: Ich stand mittendrin und habe teilweise ordentlich einen mitgekriegt. Und das drückt verflucht auf die Stimmung.